ÖKOLOGISCHER ANBAU ODER ÖKOLOGISCHE LANDWIRTSCHAFT

Unter diesem Begriff bezeichnet man unter anderem Nahrungsmittel, die unter möglichst naturschonenden Produktionsmethoden hergestellt werden. Man verzichtet bei der ökologischen Landwirtschaft auf Pflanzenschutzmittel wie Herbizide – zur Unkrautbekämpfung oder Insektizide – zur Bekämpfung von Schädlingen, Mineraldünger, Wachstumsförderer und Gentechnik. Das bedeutet in der Praxis, da es hier keine Kühe gibt, dass ich zur Düngung des Bodens nur Schafsmist und zertifizierte Produkte verwende. Der Vorteil bei Mist ist, dass die Düngung des Bodens nur alle 2 bis 3 Jahre wiederholt werden muss. Bei der Düngung über die Blätter verwende ich ebenfalls nur Produkte, die durch das Andalusische Komitee für ökologischen Anbau zertifiziert sind. Zur Unkrautbekämpfung kann man einmal den Acker immer wieder umpflügen oder man läßt alles stehen und schneidet es einmal im Jahr mit einer Art großen Rasenmäher herunter.
Damit spart man sich auch den Einsatz von Schädlingsbe-kämpfungsmitteln, denn durch die Vielfalt der Pflanzen finden sich wieder zahlreiche natürliche Feinde der Schädlinge der Olivenbäume, wie Marienkäfer, Gottesanbeterinnen und Wespen ein. Zur weiteren Unterstützung hänge ich Ende Juli bis Anfang August biologische Fallen gegen die Olivenfliege ein. Diese Fliege legt ihre Eier in der Frucht ab und damit ist das daraus gepresste Olivenoel ungenießbar. Die Fallen werden mit Duftstoffen versehen, die die Olivenfliege anlockt. Ist sie einmal in der Falle, kommt sie nicht mehr raus. Die Fallen bleiben bis Oktober im Baum hängen und werden dann wieder abgenommen und für das folgende Jahr aufbewahrt.